DIN 10524 - Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben

Überall dort, wo Lebensmittel verarbeitet werden, soll Berufsbekleidung nicht nur für die Identifikation des Arbeitnehmer mit dem Unternehmen und einen einheitlichen Auftritt sorgen, sondern vor allem auch die Produkte vor negativer Beeinflussung schützen. Darüber hinaus soll sich der Träger moderner Berufskleidung aber auch wohl fühlen und dadurch seine Leistungsfähigkeit dauerhaft sichergestellt werden. Seit Mai 2004 sind die Hygieneanforderungen an Berufskleidung im Lebensmittelbereich sowie die Vorgaben zum Tragekomfort verbindlich durch die Norm DIN 10524 „Arbeitsbekleidung in Lebensmittelbetrieben” definiert. Anhand einer Hygienerisikoeinstufung der unterschiedlichen Tätigkeiten innerhalb eines Betriebes werden für drei Risikoklassen unterschiedliche Anforderungen an die Kleidung definiert.

Die Hohensteiner Institute in Bönnigheim führen Prüfungen an Arbeitsbekleidung durch, die in Lebensmittelbetrieben eingesetzt werden soll. Dabei wird ermittelt, ob die Kleidungskombination – z.B. bestehend aus Hose und Kasack in getragenem Zustand – mit der DIN 10524 konform ist. Die Erfüllung der Anforderungen des Oberstoffs und der Konfektion wird dabei getrennt überprüft. Entspricht das Textil den Anforderungen der Norm, wird dies in einer Konformitätsbestätigung für den Oberstoff oder für die Konfektion dokumentiert. Diese Konformitätsbestätigungen werden je nach Beschaffenheit der Kleidungskombination für einzelne oder für alle drei Risikoklassen erstellt und helfen den Käufern und Nutzern bei der Auswahl geeigneter, DIN-gerechter Arbeitsbekleidung für die verschiedenen Arbeitsbereiche innerhalb eines Lebensmittelbetriebes.


Risikoklassen:

Risikoklasse 1 = Geringes Hygienerisiko:

Beim Vorliegen eines geringen Hygienerisikos (Umgang mit nicht leicht verderblichen Lebensmitteln oder Zutaten) kann die Schutzfunktion der Arbeitsbekleidung dem Lebensmittel gegenüber gering sein, wenn es durch die Verpackung hinreichend geschützt ist, bzw. in einer weiteren Stufe vom Hersteller oder Verbraucher noch weiter verarbeitet wird.


Risikoklasse 2 = Hohes Hygienerisiko:

Beim Vorliegen eines hohen Hygienerisikos (Umgang mit unverpackten leicht verderblichen Lebensmitteln oder Zutaten) muss die Schutzfunktion hoch sein, insbesondere dann, wenn die Lebensmittel nicht weiter verarbeitet werden und Mikroorganismen sich darin oder daran vermehren können (z. B. bei der Abgabe unverpackter Lebensmittel). Zu dieser Gruppe zählen auch Tätigkeiten, bei denen Lebensmittel technologisch/handwerklich bearbeitet werden und im Rahmen dieser Maßnahmen eine gezielte Beeinflussung der originären Keimflora erfolgt (z. B. durch Erhitzen, Salzen, chemische Konservierung oder Trocknung).


Risikoklasse 3 = Höchstes Hygienerisiko:

Beim Vorliegen des höchsten Hygienerisikos (Umgang mit unverpackten verzehrfähigen, sehr leicht verderblichen Lebensmitteln) muss eine sehr hohe Schutzfunktion sichergestellt sein, da die Lebensmittel technologisch nicht stabilisiert werden und Mikroorganismen einschließlich Krankheitserreger sich gegebenenfalls vermehren können.


Die komplette HACCP Kollektion ist zertifiziert nach allen drei Risikoklassen und in Intex-Größen ab Lager lieferbar. Die Kollektion erfüllt ebenfalls die höchsten Anforderungen für den Pharmazeutischen Bereich (nicht Reinraum geeignet).

Wir würden uns freuen in Zukunft Ihre neue HACCP Kleidung liefern zu dürfen. Auf Wunsch, stellen wir Ihnen auch gerne die Zertifikate vom Institut Hohenstein zur Verfügung.


Quelle: Hohensteiner Report Nr. 61, Hohensteiner Institute in Bönnigheim